Der Synthipop lebt –
das zeigen die neuen Alben “Sounds of the Universe” von Depeche Mode und “Yes” von den Pet Shop Boys. Früher galt diese Musik als gefühlsarm, ja seelenlos. Das hat sich geändert.

Pet Shop Boys
Kalt sei diese Musik, frostig. Unmenschliche Maschinenkunst. Als der Synthesizer-Pop in England Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre aufkam, da wurde von vielen Musikkritikern nur noch polemisiert. Im Juni 1983 veröffentlichten Depeche Mode ihre Single “Everything Counts”. Und in der Besprechung des britischen Magazins Sounds stand: “… ob die Mitglieder von Depeche Mode in Wirklichkeit tot sind oder lebendig, ist eine Frage, welche die Medizin seit Jahren beschäftigt.” Während junge Fans die neue Musik liebten und Bands wie Soft Cell, Orchestral Manoeuvres In The Dark oder die Pet Shop Boys in obere Charts-Ränge brachten, reagierten jene empört, die an die alten Gitarrengötter der 60er glaubten.
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